Best of TED Talks: Souverän präsentieren!

Es gibt zahllose TED Talks zum Thema: “Wie werde ich ein brillanter Key-Note Speaker?”. TED Talker müssen es wissen, sie sind schließlich Profis darin, wirkungsvoll zu präsentieren. Wir haben für Euch einige der wichtigsten Tipps der TED Talker herausgesucht und zusammengefasst. Für alle die es genauer wissen wollen, haben wir die entsprechenden Videos natürlich noch einmal verlinkt.


Hier sind 3 Top-Tipps zu Sprechweise, Ausdrucksweise, und Ausstrahlung. Das sind übrigens drei Dimensionen einer guten Präsentation, die auch das KI-gestützte Bewertungstool von vCOACH misst – und zu denen wir einfache aber effektive Übungen entwickelt haben.



1. Sprechweise🎤


Eine ideale Sprechweise sorgt dafür, dass Du optimal verstanden wirst – und Deinen Vortrag spannend machst. Dafür ist ein Zusammenspiel von vielen Faktoren wichtig:

  • Lautstärke (Dynamik)

  • Stimmlage (Melodik)

  • Sprechgeschwindigkeit (Tempo)

  • Aussprache (Artikulation)

  • Pausen

Du hast also viele Stellschrauben, an denen Du drehen kannst. Wo sollte man anfangen? Die TED-Experten und die Daten aus unseren eigenen Trainings zeigen, dass zwei Dinge am wichtigsten sind:


Verstelle Deine Stimme nicht: Die meisten Menschen empfinden tiefere, vollere Stimmen als überzeugender. Man muss aber nicht in der Stimmlage von Morgan Freeman sprechen. Wenn man gepresst spricht, klingt das meist nicht gut. Wichtiger ist, seine persönliche Stimmlage, die sogenannte Indifferenzlage, zu finden. Das ist die Tonlage, in der die eigene Stimme natürlich und unangestrengt klingt. Dazu schließt Du die Augen, atmest Du tief in den Bauch ein, dann entspannt aus und produzierst dann ein entspanntes „Mmmhm“. Es sollte tief aus dem Bauch kommen, nicht aus dem Brustkorb oder dem Hals. Das ist Deine natürliche Stimmlage. Ausgehend von dieser Indifferenzlage kann man die Stimmlage variieren und als Stilmittel einsetzen: Eine höhere Stimmlage drückt tendenziell Erregung aus (ob positiv oder negativ). Eine niedrigere Stimmlage wirkt ruhiger und getragener. Am besten ist es darauf zu achten, dass man nicht Nasal spricht (also so klingt als hätte man Schnupfen), sondern aus dem Brustkorb heraus.


Sprich ruhig schnell, aber mache Pausen: Mit einer hohen Sprechgeschwindigkeit zeigt man, dass man von einem Thema begeistert ist und aktiviert die Zuhörer. Eine hohe Sprechgeschwindigkeit wirkt außerdem kompetenter und überzeugender auf die Zuhörer. Wichtig ist, dabei ausreichend Pausen zu machen: Wenn Du ausreichend viele Pausen machst, wirst Du auch bei hohem Tempo gut verstanden und strengst Dich auch selbst nicht zu sehr an. Richtig eingesetzt können Pausen als „Kunstpausen“ außerdem ein sehr wirkungsvolles Stilmittel sein. Dabei gilt natürlich: Das Sprechgeschwindigkeit muss zum Thema passen. Wenn Du mit viel Pathos über ein bewegendes Thema sprichst, wirst Du vermutlich ein langsameres Tempo wählen wollen. Die Sprechgeschwindigkeit über Deinen Vortrag hinweg immer wieder zu variieren, sodass sie zum Thema passt – das ist die wahre Kunst.




2. Ausdruckweise 🎭


Oftmals müssen wir komplexe Themen für Personen präsentieren, die noch nicht mit dem Thema vertraut sind. Hier ist es wichtig sich vom Fach-Jargon zu verabschieden und es in zugänglicher, alltäglicher Sprache zu präsentieren. Dabei muss das Thema nicht simpler dargestellt werden als es ist, aber so wird es den Zuhörern deutlich einfacher gemacht Dir zu folgen. Daher gilt:


Sprich so einfach wie möglich:

Versuche, folgende Ausdrücke auf ein Minimum zu reduzieren und durch einfachere Ausdrücke zu ersetzen:

  • Fach-Jargon (sage z. B. „Der Test misst nicht das Richtige und ist ungenau“ statt „Dem Test fehlen Validität und Reliabilität“)

  • Weniger bekannte Akronyme (sage z. B. Benutzeroberfläche statt „UI“)

  • Fremdwörter (sage z.B. „Sichtbarkeit“ statt „Visibilität“)

  • Denglisch (sage z.B. „Folien“ statt „Slides“)

…und so komplex wie nötig: Anders ist das natürlich bei einem Vortrag vor Fachpublikum – hier darfst Du und musst Du vermutlich mehr Fachbegriffe vermeiden. Oftmals dient hier der Fach-Jargon auch als Signal, dass man Expertise besitzt und „dazugehört“. Aber auch hier gilt: Warum komplex, wenn es auch einfach geht? Du willst schließlich so gut wie möglich verstanden werden.




3. Ausstrahlung


Bei Präsentation ist nicht nur wichtig was, man sagt — sondern immer wie man es sagt. Das Publikum kann gar nicht anders, als neben den Inhalten auch alle anderen Signale zu lesen: Mimik, Gestik, Körpersprache, Blickkontakt, Stimme, und vieles mehr. Diese Signale unterstreichen den Inhalt, senden aber auch unabhängig vom Inhalt eigene Botschaften. Sie sind das, was als „Ausstrahlung“ einen Gesamteindruck beim Publikum hinterlässt.


Werde Dir Deiner Ausstrahlung bewusst: Diese Signale haben wir nur zum Teil unter Kontrolle – viele davon geben wir automatisiert ab, ohne dass sie uns bewusst sind. Der erste Schritt dazu, seine Ausstrahlung bewusst in eine gewünschte Richtung zu beeinflussen, ist daher: sich ihrer bewusst zu werden. Das funktioniert am besten, indem man sich Videos von sich selbst ansieht und Feedback dazu erhält. Genau so funktioniert übrigens das vCOACH Training: Du erhältst Feedback zu all den einzelnen Signalen, die Deine Ausstrahlung ausmachen.


Lerne, Deine Ausstrahlung zu steuern: Sobald wir uns der Signale bewusst sind, die unsere Ausstrahlung beeinflussen, können wir lernen, sie zu beeinflussen. Personen, die die Kunst gemeistert haben, ihre Ausstrahlung bewusst zu beeinflussen, strahlen Selbstbewusstsein und Souveränität aus (ganz unabhängig von dem was sie sagen).


Will Stephen zeigt in seinem sehr amüsanten TED Talk, dass es nicht unbedingt wichtig ist, ob man überhaupt einen Inhalt präsentiert – man kann allein durch seine Sprechweise, Mimik, Gestik, Körpersprache, und Blickkontakt ungemein viel Wirkung entfalten:


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